Bundesratspräsidentin Malu Dreyer zum Tod von Heiner Geißler Ein prä­gen­der Ak­teur der deut­schen Po­li­tik

Foto: Heiner Geißler

© dpa | Marijan Murat

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer würdigt den früheren rheinland-pfälzischen Minister und ehemaligen Bundesminister Dr. Heiner Geißler, der im Alter von 87 Jahren am 12. September 2017 verstarb:

„Heiner Geißler war ein prägender Akteur der deutschen Politik, der die Sozialpolitik des Landes gründlich reformiert und damit bundesweit neue Maßstäbe gesetzt hat. Mit viel Herzblut und großem Engagement hat er sich für die Menschen in unserem Land eingesetzt.“

Wegweiser für soziale Neuerungen

Die Bundesratspräsidentin erinnert an die bahnbrechenden Neuerungen, die er während seiner aktiven Politikerzeit als Sozialminister in Rheinland-Pfalz, als Bundesminister für Jugend, Familie und Finanzen und als CDU-Generalsekretär auf den Weg brachte: „Unter seiner Leitung entstand das erste Kindergartengesetz, er gründete Sozialstationen und führte das erste Sportförderungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein.“

Er nannte Ungerechtigkeiten beim Namen

Auch nach seiner Zeit als Minister habe sich Dr. Heiner Geißler nicht zur Ruhe gesetzt, sondern sei ein politischer Mensch geblieben, der sich in Reden und Schriften zu Wort meldete. Mehrfach wurde er in Tarifkonflikten und im Streit um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ als Schlichter eingesetzt und habe damit gezeigt, wie sehr ihm die Belange der Bürger und Bürgerinnen am Herzen lagen. „Heiner Geißler nannte Ungerechtigkeiten deutlich beim Namen und schreckte vor schwierigen Themen nie zurück“, betont die Bundesratspräsidentin.

Mit seinem außergewöhnlichen politischen Geschick und seinen zahlreichen wegweisenden Ideen habe Geißler die Sozialpolitik in der gesamten Bundesrepublik maßgeblich mit geprägt. „Wir trauern um einen beeindruckenden Menschen und Politiker, der Großes für unser Land geleistet hat“, so Bundesratspräsidentin Malu Dreyer.

10 Jahre Bundesratsmitglied

Heiner Geißler war als Minister für Soziales, Jugend, Gesundheit und Sport des Landes Rheinland-Pfalz von 1967 bis 1977 Mitglied des Bundesrates. Anschließend diente er der CDU bis 1989 als Generalsekretär. Von 1982 bis 1985 war er Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit.

Stand 12.09.2017

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