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16.000 Gäste im Bundesrat

Zur Großansicht in neuem Fenster: Große Schlange vor dem Bundesratseingang

Bayerische Trachten, politische Diskussionen und Fußballfans prägten den diesjährigen Tag der offenen Tür des Bundesrates. Bei nahezu perfektem Wetter kamen über 16.000 Besucher in das historische Gebäude. Bundesratspräsident Horst Seehofer nahm sich Zeit für seine Gäste, stellte das Haus vor und nutzte die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen.



Bereits einige Stunden vor Beginn des Pokalfinales im Berliner Olympia-Stadion am 12. Mai 2012 trafen die Anhänger von Borussia Dortmund und dem FC Bayern aufeinander. Ort war der Plenarsaal des Bundesrates, wo Bayern-Fan Horst Seehofer als Bundesratspräsident den Tag der offenen Tür eröffnete.

Er freue sich über die vielen Besucher, die mit dem Bundesrat das Herzstück des deutschen Föderalismus kennenlernen könnten. Hier praktiziere man Wettbewerb und Mannschaftsspiel zugleich - ähnlich wie im Fußball: "Heute Abend sind wir Bayern oder Dortmunder. Bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen werden wir alle Deutsche sein. Das ist die Einheit in Vielfalt, die uns so stark macht", sagte Seehofer. Dafür erhielt er vom Publikum langen Applaus - auch von den Dortmund-Fans, die sich leicht an ihren gelb-schwarzen Schals identifizieren ließen.

Zur Großansicht in neuem Fenster: Gruppe mit TrachtenTrachtenschau

Sie störten sich auch nicht daran, dass Bayern im Mittelpunkt beim Tag der offenen Tür stand, denn der Freistaat stellt in diesem Jahr den Vorsitz im Bundesrat. Mitgebracht hatte Bundesratspräsident Seehofer die obligatorischen Schuhplattler- und Goaßlschnalzer, bayerische Schmankerln, aber auch das Landes-Jugendjazz-Orchester sowie eine Wanderausstellung über den Bayernkönig Ludwig II., die auf großes Interesse stieß.

Streit um Bundespräsidentenwahl

Kein Tag der offenen Tür im Bundesrat ohne politischen Diskurs. Während die Plenardebatten in diesem Haus eher moderat verlaufen, ging es beim Debattierwettbewerb sehr enthusiastisch zu.

"Soll der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt werden?" war eine Frage, zu der Mitglieder der Debattierclubs aus Berlin und München vor großem Publikum und im Beisein von Horst Seehofer stritten. Auch für kompliziertere Themen, wie Bildungsföderalismus, Länderfinanzausgleich und EURO-Rettungsschirm zeigten die Diskutanten wahre Leidenschaft.

Auch diesmal erwies sich das Büro des Bundesratspräsidenten als Besuchermagnet. Es bildeten sich lange Schlangen. Jens Hohenwart aus Berlin war nach 20 Minuten Warten jedoch etwas enttäuscht: "Ich habe es mir größer vorgestellt und luxuriöser, aber es ist eben keine Residenz, sondern nur ein Arbeitszimmer" resümierte er.

Zur Großansicht in neuem Fenster: Ralf Wieland und Horst Seehofer Treffen der Präsidenten Wieland und Seehofer

Begeisterung herrschte im Garten des Bundesrates, da sich dort einerseits die kulinarischen Höhepunkte konzentrierten und andererseits ein musikalisches Bühnenprogramm Abwechslung bot. Hier trafen sich auch Bundesratspräsident Horst Seehofer und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland, denn auch das gleich neben dem Bundesrat liegende Berliner Parlament hatte an diesem Tag seine Türen geöffnet.

Bürgertalk mit dem Präsidenten

Highlight des Programms war die Gesprächsrunde mit Horst Seehofer. Dabei wurden sogar die Stehplätze im Plenarsaal knapp.

Nach einem Interview mit ZDF-Moderator Mitri Sirin nahm sich der Bundesratspräsident viel Zeit für Fragen aus dem Publikum. Und auch hier dominierten die Themen Finanzausgleich, Betreuungsgeld und Fußball. Mehrfach erging die Frage nach dem Verhältnis von Horst Seehofer zur Bundeshauptstadt, die er präsidial ausgeglichen aber eindeutig beantwortete.

Bis zum späten Nachmittag nahm der Besucheransturm fast kein Ende. Viele Berliner und Touristen nutzten bei ihrem Spaziergang durch die Stadt spontan die Chance, das sonst nicht öffentliche Bundesratsgebäude zu besichtigen. Die Abschlussparty mit Pop- und Latino-Rhythmen im Bundesratsgarten war für viele jedoch nur eine Zwischenstation. Sie zogen weiter ins Olympiastadion zum Pokalfinale, wo sie wieder auf Host Seehofer getroffen sein dürften - der diesmal aber als Bayerischer Ministerpräsident anwesend war.

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