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Gremien und Konferenzen

Bereichsmotiv "Gremien und Konferenzen"

Terminstart10.05.2010 Terminende12.05.2010
VeranstaltungsortSt. Petersburg

9. Treffen der Deutsch-Russischen Freundschaftsgruppen des Bundesrates und des Russischen Föderationsrates

Zur Großansicht in neuem Fenster: Foto: Matthias Platzeck und Nikolaj Petrowitsch TulaewDeutsch-Russische Konsultationen

Mitglieder des Bundesrates und des Russischen Föderationsrates kamen vom 10. bis 12. Mai 2010 in St. Petersburg zusammen. Es war das neunte Treffen der Deutsch-Russischen Freundschaftsgruppe seit ihrer Gründung im Jahre 2000. Der deutsche Vorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, traf dabei erstmals seinen russischen Kollegen, Senator Nikolai Tulaew.

Bereits zu Beginn der Begegnung brachten beide Seiten ihre gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck: Anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten legten die Delegationen am Platz des Sieges von Sankt Petersburg gemeinsam Blumen nieder. Die Stadt war während des zweiten Weltkrieges 900 Tage von deutschen Soldaten belagert worden.

Platzeck für enge Kooperation auf regionaler Ebene

Ministerpräsident Platzeck dankte für die gemeinsame Kranzniederlegung und betonte, dass sie keine Selbstverständlichkeit sei.

Zusammen mit seinem russischen Kollegen sprach er sich für eine enge und freundschaftliche Kooperation zwischen Bundesrat und Russischem Föderationsrat aus. Platzeck machte deutlich, wie wichtig es ist, auch die regionale Ebene bei der Pflege der deutsch-russischen Beziehungen zu berücksichtigen. Sie sei das Fundament einer nachhaltigen Freundschaft beider Staaten.

Offener Austausch über deutsch-russische Beziehungen

Zur Großansicht in neuem Fenster: Foto: Blick auf die deutsche Delegation während einer Arbeitsbesprechung Delegation des Bundesrates

Die Beziehungen Deutschlands und Russlands waren auch Gesprächsgegenstand der Arbeitsitzungen. Mit dem Zusammenspiel beider Länder beim Aufbau eines europäischen Sicherheitssystems und den Auswirkungen der Krise auf ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit behandelten die Mitglieder der Freundschaftsgruppe hochaktuelle Themen.

Im offenen Austausch diskutierten sie den Wandel der sicherheitspolitischen Bedrohungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die bestehende Sicherheitsarchitektur. Beide Seiten betonten, dass die Kooperation mit Russland für eine langfristige Stabilität Europas unverzichtbar ist.

Zahlreiche Beispiele einer gelungenen Zusammenarbeit lieferte das Thema Wirtschaftszusammenarbeit. Vorgestellt wurde dabei unter anderem das Zentrum für Management und Marketing (ZMM) in Sankt Petersburg, an dessen Aufbau Baden-Württemberg erheblich mitbeteiligt war. Heute ist das ZMM die maßgebliche russische Institution zur Auswahl und Vorbereitung russischer Kandidaten für das Deutsch-Russische Pogramm zur Fortbildung von Führungskräften. Darüber hinaus präsentierten Vertreter der Bau- und Industriebranche Projekte deutsch-russischer Zusammenarbeit.

Einblick in die Moderne und Historie St. Petersburgs

Zur Großansicht in neuem Fenster: Foto: Portalansicht Winterpalast St. Petersburg Eremitage in St. Petersburg

Aufschluss über das Modernisierungsbestreben Russlands gab auch das Gespräch mit dem Vize-Gouverneur von St. Petersburg. Er erläuterte den Gästen die anhaltend positive Entwicklung bei den Wirtschaftsansiedlungen in St. Petersburg und stellte die Stadt als einen der wichtigsten Forschungsstandorte Russlands vor. Mit einer Führung durch die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Lenins gewährte er den Besuchern anschließend einen kurzen Blick in die Vergangenheit der Stadt.

Eine Vorstellung von dem historischen Reichtum der nördlichsten Millionenstadt Russlands bekamen die Mitglieder der Freundschaftsgruppe dann auch am letzten Tag ihres Aufenthaltes. Er führte sie durch prachtvolle Räume italienischen Barocks vorbei an einigen der bekanntesten Werke der Eremitage. Mit der Peter und Paul Festung besichtigten sie anschließend das historische Zentrum St. Petersburgs.

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