Bun­des­rats­prä­si­dent Mül­ler: Wir ver­nei­gen uns mit Re­spekt vor den Op­fern

17.06.2018 11:00 Uhr

Mahnmal für die Opfer des Volksaufstandes, Friedhof Seestraße 92, Berlin

Foto: Gedenktafel

© dpa | Maurizio Gambarini

Bundesratspräsident Michael Müller nimmt am kommenden Sonntag an der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum 65. Jahrestag der Volkserhebung vom 17. Juni 1953 in der DDR teil. Zu Beginn hält Müller ein Grußwort. "Der 17. Juni 1953 macht bis heute deutlich, wie schwer die Freiheit errungen ist und wie sie täglich verteidigt werden muss", erklärt er vorab.

"Die Männer und Frauen des Volksaufstandes haben mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit Zeichen gesetzt, die immer noch leuchten", unterstreicht der Bundesratspräsident mit Blick auf den Jahrestag.

"Es ist und bleibt ein wichtiger Tag in der deutschen und der europäischen Geschichte der Freiheit. Was damals begann, konnte 1989 mit dem Fall der Mauer vollendet werden. Daher gedenken wir mit Respekt und Dankbarkeit der Männer und Frauen des 17. Juni und verneigen uns vor den Opfern."

Gemeinsame Kranzniederlegung

Bei der Gedenkveranstaltung hält die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters im Anschluss an das Grußwort von Bundesratspräsident Müller eine Ansprache.

Um 11:25 Uhr folgt die Kranzniederlegung. Neben der Bundesregierung wird auch Michael Müller einen Kranz niederlegen. Zum Abschluss der Veranstaltung gibt es ein Gespräch der Repräsentanten des Bundes und des Landes Berlin mit anwesenden Zeitzeugen.

Für die Freiheit geopfert

Die alljährliche Gedenkstunde am Mahnmal des Volksaufstandes in der Seestraße erinnert an die rund 125 Menschen, die bei den Straßenkämpfen in Ost-Berlin am 16. und 17. Juni 1953 ihr Leben verloren.

Sowjetisches Militär hatte die für den Sturz des SED-Regimes und freie Wahlen Protestierenden blutig niedergeschlagen. An den Demonstrationen beteiligten sich rund eine halbe Millionen Bürgerinnen und Bürger in der DDR. Die SED bezeichnete den Aufstand als "faschistischen Putschversuch" und verhaftete rund 13.000 Menschen als sogenannte "Rädelsführer" und "Provokateure".


Akkreditierungshinweis

Der Zugang zum Pressebereich auf dem Friedhof Seestraße 92 in Berlin-Wedding ist für Journalistinnen und Journalisten mit der Akkreditierung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung bzw. des Deutschen Bundestages ab 10.00 Uhr möglich.

Die Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, zur Veranstaltung auch den Personalausweis mitzubringen.

Für Übertragungswagen besteht keine separate Parkmöglichkeit; auch unmittelbar vor dem Friedhof stehen aufgrund von Bauarbeiten an der Seestraße keine Parkkapazitäten zur Verfügung.
Während der Gedenkveranstaltung besteht keine Möglichkeit, den Pressebereich zu verlassen.

Rückfragen beantwortet das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung unter der Tel.-Nr. 030 / 18 272 – 3263.

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